What if...?!

Was wäre, wenn wir Dinge beeinflussen könnten, nachdem sie passiert sind?

Drehtag 5

Schlaaaaaaaafen!!!

Das klang morgens um 8 nach dem besten Plan. Also nach dem Dreh erstmal hingehauen. Ganz genau, nach dem Dreh. Und da nach dem Dreh vor dem Dreh ist, lautet unsere Statistik für den Tag: Drehbeginn 1:45, Drehende 22.45. 21 Stunden auf Achse. Mindestens 25 unterwegs für Vor- und Nachbereitung. Und zwei davon geschlafen (ich schlafe im Auto ein, da hilft keine laute Musik).

Wir beginnen in Max'au in einem schicken Wohngebiet in dem Zäp ein paar Runden durch den Regen joggen darf (und wir sitzen im warmen Auto). Später drehen wir Guerilla-mäßig mit der Kamera am Bahnsteig (auch im Regen).. außer uns und der letzten bzw. ersten Bahn ist niemand unterwegs..

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Drehfrei

Irgendwie hab ich mir das nicht so vorgestellt...

Kurz nach acht Uhr morgens, ich sitze im Zug Richtung Stuttgart und um mich herum sind Besoffene in Dirndl oder Lederhosen und schlechte Partymusik dröhnt durch den Waggon (im normalen Leben studiere ich Musikwissenschaft und naja – einige Klischees stimmen). Eigentlich wollte ich in Ruhe nach Hause fahren. Da hilft nur die Neunte von Dvorak in voller Lautstärke. Meine Bahn kam auch schon nicht und irgendwie bin ich genervt obwohl ich vor zwei Stunden erst aufgestanden bin. Die vier Stunden Schlaf, die gerade so drin waren, werden wohl nicht lange vorhalten.

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Drehtag 4

Redundanz siegt!

Der Schock kommt zwar nicht mehr im Halbschlaf, aber immer noch viel zu früh: Uns hat es die Tondisc zerschossen. Ein voller Drehtag Ton im Eimer. Zum Glück hat Regina zwei Aufnahmen parallel gemacht, weswegen nur die Disc kaputt ist, nicht die ganze Arbeit. Im ersten Moment sitze ich trotzdem senkrecht im Bett und bekomme Herzrasen. Auch eine nette Art geweckt zu werden..

Da wir erst gegen Abend weiterdrehen, lassen wir den Tag entspannt angehen und machen einige Besorgungen. Eigentlich wollen wir schon die Location für den nächsten Tag vorbereiten, sind dann aber doch etwas spät dran und fahren mit dem Aufnahmeleiter auf der Rückbank des treuen Opels nach Neuseeland. Äh. Heidelberg-Kirchheim. Denn da wohnt Zäp, der den Freund unserer Protagonistin spielt. Und wir dürfen sein Arbeitszimmer ausleihen um dort die Hälfte eines Telefonats zu drehen.

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Drehtag 3

Ich hab' mit deiner Mutter telefoniert

Dummerweise haben wir ein riesiges Problem: Uns fehlt ein Hauptdarsteller. Unglaublicherweise haben wir eine geniale Lösung gefunden: ein Österreichischer Synchronsprecher hat uns kostenlos den Part eingesprochen. Also wird mit Body Double gedreht. Damit das außer euch keiner merkt, sieht man nie sein Gesicht.

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Drehtag 2

KEVIN HAT 'NE FREUNDIN!

Irgendwie schaffen wir es aus dem Bett, ich bekomme meinen Aufwachtee und sogar ein Frühstück (das Brötchen ist noch von Montag übrig), Hanna isst morgens nichts und ich probiere die beste Erdbeer-Rhabarber-Marmelade der Welt. Wir müssen noch schnell einkaufen und ich weiß nicht mehr wo wir uns vertrödeln, aber beinahe pünktlich stehen wir im idyllischen Berg und holen unseren Nachwuchsstar ab: Hannas Nichte, 9 Jahre, im Film wie im Leben kleine Schwester. Gemeinsam geht es nach Mühlacker zu unserem Aufnahmeleiter (in dessen Zimmer wir drehen). Netterweise stehen wir mehrmals im Stau und haben mordsmäßig Verspätung. Aber zum Glück steckt unser Kevindarsteller noch hinter uns auf der Autobahn fest (unsere Hauptdarstellerin hätte NIE damit gerechnet die zweite am Set zu sein).

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Drehtag 1

Ich hätte meinen Mann erwartet...

Mit etwas Verspätung (also, so wurde mir versichert, vollkommen normal) ist das Team mit zwei Dritteln der Cast im Auto nach Frankfurt unterwegs. Der Nachtdreh am Flughafen steht an. Von Maximiliansau geht es über Karlsruhe, Königsbach und Heidelberg nach Frankfurt. Es ist schon stockdunkel als wir gegen 20 Uhr eintreffen und die Faszination für Flugzeuge beim Regieduo überrascht uns selbst. Mit Rollkisten, Kamerataschen, Stativ und Tonangel bewaffnet (Homemade ein paar Stunden zuvor beim Einrichten des Sets für den nächsten Drehtag) machen wir uns auf den langen Weg in die letzte Halle des Terminals. Das fehlende Castmitglied wird unterwegs eingesammelt und gemeinsam geht es weiter zum genehmigten Drehort, einer Ankunftshalle am Ende der Welt. Ruhig gelegen, nur vereinzelt von Passagieren und deren Abholkommittees neugierig beäugt, ist es tatsächlich möglich, die geplante Szene innerhalb einer Stunde in den Kasten zu bekommen.

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Table Read

Hallo Schatz! - Scheiße, war das heute?!

Bevor die erste Klappe fällt trifft sich das Produktionsteam mit der gesamten Cast und liest das Drehbuch inklusive Regieanweisungen durch um ein Gefühl dafür zu bekommen und aufkommende Fragen frühzeitig klären zu können. Die meiste Arbeit für das Team ist bis dahin schon getan (Drehbuch schreiben, Pläne machen, Casting der Darsteller, Genehmigungen und Equipment organisieren,..), aber für die Darsteller ist das meist das erste Treffen und muss entsprechend harmonisch geführt werden (schließlich hockt man dann tagelang während der Dreharbeiten aufeinander und auch erfahrene Schauspieler brauchen etwas Anlaufzeit miteinander bevor man ihnen ihre Rollenbeziehungen abnimmt).

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