What if...?!

Was wäre, wenn wir Dinge beeinflussen könnten, nachdem sie passiert sind?

Drehfrei

Irgendwie hab ich mir das nicht so vorgestellt...

Kurz nach acht Uhr morgens, ich sitze im Zug Richtung Stuttgart und um mich herum sind Besoffene in Dirndl oder Lederhosen und schlechte Partymusik dröhnt durch den Waggon (im normalen Leben studiere ich Musikwissenschaft und naja – einige Klischees stimmen). Eigentlich wollte ich in Ruhe nach Hause fahren. Da hilft nur die Neunte von Dvorak in voller Lautstärke. Meine Bahn kam auch schon nicht und irgendwie bin ich genervt obwohl ich vor zwei Stunden erst aufgestanden bin. Die vier Stunden Schlaf, die gerade so drin waren, werden wohl nicht lange vorhalten.

Heute ist drehfrei und es tut uns allen mal ganz gut ein wenig Zeit für uns selbst zu haben. Die meisten schlafen lange, essen in Ruhe eine vollwertige Mahlzeit (Lasagne – jamjam) und wappnen sich für den nächsten Drehtag, der für das Team gegen Mitternacht losgeht und wenn es schlecht läuft 24 Stunden später endet (denn wir müssen ja abbauen und aufräumen). Aber die Möglichkeit mal wieder mehr als zehn Sätze mit Freunden und Familie zu wechseln ist echt schön und ich nutze sie, um nach Hause zu meinen Eltern zu fahren und von Mama bekocht zu werden. Außerdem haben Verwandte einen Besuch angekündigt und wenn man schonmal frei hat und in der Gegend ist...

Also gurke ich Abends wieder nach Karlsruhe (kolossales Missverständnis – ich sitze in der Bahn nach Wörth, verpasse meinen Anschluss in Durlach der zum Hauptbahnhof fahren sollte und weil ich überzeugt bin dass Hanna eh noch da ist muss sie mich dort abholen). Gemeinsam geht es weiter zum Supermarkt, Verpflegung und koffeinhaltige Getränke besorgen (kurz vor Ladenschluss – und wir machen aus Versehen eine Flasche kaputt, was in einer Coladusche endet).

Drehtag 5 steht vor der Tür und es wird emotional..