What if...?!

Was wäre, wenn wir Dinge beeinflussen könnten, nachdem sie passiert sind?

Drehtag 1

Ich hätte meinen Mann erwartet...

Mit etwas Verspätung (also, so wurde mir versichert, vollkommen normal) ist das Team mit zwei Dritteln der Cast im Auto nach Frankfurt unterwegs. Der Nachtdreh am Flughafen steht an. Von Maximiliansau geht es über Karlsruhe, Königsbach und Heidelberg nach Frankfurt. Es ist schon stockdunkel als wir gegen 20 Uhr eintreffen und die Faszination für Flugzeuge beim Regieduo überrascht uns selbst. Mit Rollkisten, Kamerataschen, Stativ und Tonangel bewaffnet (Homemade ein paar Stunden zuvor beim Einrichten des Sets für den nächsten Drehtag) machen wir uns auf den langen Weg in die letzte Halle des Terminals. Das fehlende Castmitglied wird unterwegs eingesammelt und gemeinsam geht es weiter zum genehmigten Drehort, einer Ankunftshalle am Ende der Welt. Ruhig gelegen, nur vereinzelt von Passagieren und deren Abholkommittees neugierig beäugt, ist es tatsächlich möglich, die geplante Szene innerhalb einer Stunde in den Kasten zu bekommen.

Ein wenig irritieren dabei die noch ungewohnte Aufmerksamkeit der Beobachter und die Routine des Drehs selbst (ich muss tatsächlich die Klappe für den Ton vorlesen). Die Dame von der Bäckerei gegenüber fängt mitten im Dreh an die Stühle noch an die Tische zu rücken und gegen 22 Uhr beginnen zwei Männer mit Akkuschrauber damit eine Absperrung abzubauen. Optimale Vorraussetzungen sind etwas anderes...

Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk haben wir alles im Kasten (und können es selbst nicht ganz glauben). Ein gerade gelandeter Reisender möchte am liebsten die Hauptrolle übernehmen, kommt aber eindeutig gerade so zu spät. Auf dem Weg zurück zum Auto – wir sind nicht sicher ob er drei Stunden vorher auch schon so weit war – finden wir den richtigen Aufzug erst im zweiten Versuch, bekommen aber noch das ganze Equipment und die fünf Anwesenden ins Auto gestopft.

Über Heidelberg (unsere Hauptdarstellerin schläft kurz nach dem Flughafen ein und braucht dann ein wenig Hilfe um ihr Haus zu finden, aber uns geht es ähnlich), Königsbach und Karlsruhe (es ist spät, ich schlafe im Auto fast ein) landen wir schließlich weit nach Mitternacht wieder in Maximiliansau und ich verbringe die zweite Nacht in meinem vorrübergehenden Quartier (Danke an Hanna Green für den Schlafplatz :-*).